Unethisch und diskriminierend: BILLA-Werbekampagne sorgte für Empörung

Mit einer Behinderung wirst du NICHT gebraucht“ – Dieser Slogan prangte zentral auf den gelben Plakaten der Teaser-Kampagne. Zunächst ohne Hinweis auf Kontext oder Urheber*innenschaft. Es hagelte Kritik für den misslungen Merksatz. Nun entschied auch der Werberat: Die BILLA-Kampagne verstöße gegen den Ethik-Kodex. Mittlerweile wurde sie eingestellt. (Triggerwarnung!)

Von Hannah Wahl 

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Ein Plädoyer für die offene Stadt

Hongkong, Neon, Straße, Auto, China, Futuristisch

Was macht eine offene Stadt aus und warum ist es so wichtig, dafür zu planen und darüber nachzudenken? Eingriffe in die Stadt, wie aktuell am Kajetanerplatz realisiert oder am Rudolfskai geplant, verändern diese naturgemäß. Im weiteren Verlauf wollen wir durch die Brille Richard Sennetts einen Blick auf Städte sowie deren Veränderungen und möglichen Öffnungen werfen. Ein Plädoyer für eine offene Gesellschaft, und die offene Stadt als deren Allegorie.

Christian Veichtlbauer

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Ehre, wem keine Ehre gebührt

Von Yael Gold

Abschied, Verabschieden, Tschüss, Strasse, Schild

66 Namen, 1.100 Seiten Bericht, 0 Konsequenzen? 

Raum ist in der Stadt Salzburg, wie auch überall sonst, begrenztes Gut. Das zeichnet sich ab, wenn wir Debatten um leistbaren Wohnraum führen, aber es zeigt sich eben auch in der Frage danach, wie wir kollektive Räume miteinander gestalten und wem wir Raum geben, oder eben nicht. Wem widmet die Stadt Salzburg also den verfügbaren öffentlichen Raum? Wen erwähnt sie namentlich? Wen ehrt sie? Und warum sind 66 Menschen davon Nazis? 

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Mehr als ein Bäuer:innenprotest

Vor einem Jahr starteten in Indien große Protestaktionen, darunter Streiks und Straßenblockaden. Der Anlass waren Agrarreformen, von denen befürchtet wird, dass sie die Situation der Bäuer:innen massiv verschlechtern könnten. Der indische Staat antwortete mit gewaltvoller Repression. Es werden ihm verschiedenste Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, welche weltweit, aber nur vereinzelt, für Aufschrei sorgten. Auch in Salzburg gab es zu diesen Ereignissen im März eine Reaktion der indischen Community in der Form einer Kundgebung eines stillen Protests. Die ÖH Salzburg hat dazu aufgerufen und berichtet.

Nach über einem Jahr des Protests in Indien hat die uni:press nun Gurinder, einen lokalen Aktivisten, interviewt und im Zuge dessen um Rück- und Ausblick gebeten.

Georg Pidner für das Referat für Gesellschaftspolitik und Menschenrechte

Streik, Protest, Menschen, Gruppe, Ansammlung, Viele
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COVID-19-Faktencheck

zusammengestellt von Katharina Zeppezauer-Wachauer (Universität Salzburg)

Covid, Corona, Coronavirus, Virus, Covid-19, Krankheit

Zu COVID-Impfung, medizinischen Phänomenen wie „LongCovid“ und der Situation in Österreichs Spitälern kursieren viele Mythen, Scheinargumente und Falschinformationen. Manche dieser Aussagen sind so subtil, dass sie beinahe glaubhaft wirken. Wissenschaft gegen Gerüchte: Hier sind die Antworten ausgewiesener Expert:innen auf diesem Gebiet.

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Salzburgs Reaktion: Zwischen kryptisch verschworen und offen rechtsextrem

Salzburg mag zwar in vielerlei Hinsicht provinziell sein. Doch was verschwörungstheoretisch-obskure, rechtsextreme Umtriebe angeht, zeigte sich die Stadt in der jüngsten Vergangenheit von ihrer avantgardistischen Seite. Deshalb soll an dieser Stelle ein kurzer Situationsbericht erfolgen, der die aktuellen Entwicklungen versammelt. So grundverschieden und unvereinbar diese Bewegungen, Strömungen, Akteure, usw. – vor allem von außen gesehen – anmuten mögen, so wenig passt oftmals ein Blatt Papier zwischen deren ideologischen Standpunkte.

Eine Durchsicht von David Mehlhart

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Praktisch: Kastanien waschen unser Gewissen rein!

Aus Kastanien lässt sich, lernt man als eifrige/r Follower*in der Nachhaltigkeitsinitiative des PLUS Green Campus, Waschmittel produzieren. Eh cool und nachhaltig, oder?

„Die Macht von Konsumenten kann die Welt verändern“, oder „jeder kleine Beitrag hilft, das Klima und damit unser Umwelt nachhaltig zu schützen“, so jedenfalls schreiben es unzählige Zeitungskolumnen, Buchautor*innen oder die fleischgewordenen Lebensratgeber*innen auf Social Media Plattformen wie Instagram. Doch was hilft „bewusster Konsum“?

Eine kritische Betrachtung von Carolina Forstner

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Sekte mit beschränkter Haftung (S.m.b.H.) – Glaube als Business

Die Kirche war seit jeher daran interessiert auf möglichst alle Lebensbereiche der Gläubigen Einfluss zu nehmen. Dass die Erfolge dieses Projekts in den letzten Jahrzehnten rapide abgenommen haben, mag kritische und emanzipatorische Geister glücklich stimmen. Doch in Salzburg schicken sich fromme Menschen an, diesen Missstand zu beheben. Auf durchaus spannende Art und Weise. Von David Mehlhart

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Man sieht Spinds einer Umkleidekabine. Symbolbild

Diskriminierend und veraltet: Handlungsbedarf in Sachen Städtische Bäder

Vor über 10 Jahren trat in Österreich die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Trotz dieses vertraglichen Meilensteins und zahlreichen Bundes- und Landesgesetzen im Bereich des sogenannten „Behindertenrechts”, liegt die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen immer noch in weiterer Ferne, als gerne suggeriert wird: Barrieren in den Köpfen der Menschen, defizitär-medizinische Blicke und bauliche Hindernisse gehören immer noch zum Alltag von Menschen mit Behinderungen. Eine tief verankerte, veraltete und paternalistische Sicht führt zu Bevormundungen in allen Lebensbereichen, wie auch das Beispiel der diskriminierenden Badeordnung der Städtischen Bäder in Salzburg zeigt.

Von Hannah Wahl

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Symbolbild: Man sieht Neonleuchtröhren mit dem Wort "Violence".

Studie legt offen: Menschen mit Behinderungen häufig von Gewalt betroffen

Die vom Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS) durchgeführte Studie schafft endliche repräsentative Daten zu Gewalterfahrungen von Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen. Die Ergebnisse sind erschreckend und zeigen den dringenden Handlungsbedarf. Veraltete Strukturen wie Heime und Tagesstätten haben damit ihre Legitimation gänzlich verloren. (Triggerwarnung!)

Von Hannah Wahl

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