uniperversitas

Text: eine Lateinstudentin

Vor ein paar Semestern wurde ich, an der Salzach auf einer Bank in der Sonne sitzend, von einem pausierenden Radfahrer angesprochen. Nach einer kurzen Runde Smalltalk wusste er, was ich studiere, nämlich Latein. Dies bemüßigte den Gesprächspartner, eine Brandrede gegen mein Studienfach auf mich loszulassen – schlechte Erfahrungen mit Latein als Schulfach bildeten die Basis seines hochqualifizierten Monologs.

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Demokratieabbau

In der Debatte um die Novellierung des Universitätsgesetzes geht es vor allem darum, wie man “Bummelstudenten” am besten schikanieren kann. Daneben beinhaltet der Vorschlag des Wissenschaftsministers aber auch weitere, bemerkenswerte Punkte. Diese könnten vor allem Brechstangenreformern wie Rektor Lehnert zugute kommen.

Text: Christoph Würflinger

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Salzburgs Reaktion: Zwischen kryptisch verschworen und offen rechtsextrem

Salzburg mag zwar in vielerlei Hinsicht provinziell sein. Doch was verschwörungstheoretisch-obskure, rechtsextreme Umtriebe angeht, zeigte sich die Stadt in der jüngsten Vergangenheit von ihrer avantgardistischen Seite. Deshalb soll an dieser Stelle ein kurzer Situationsbericht erfolgen, der die aktuellen Entwicklungen versammelt. So grundverschieden und unvereinbar diese Bewegungen, Strömungen, Akteure, usw. – vor allem von außen gesehen – anmuten mögen, so wenig passt oftmals ein Blatt Papier zwischen deren ideologischen Standpunkte.

Eine Durchsicht von David Mehlhart

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Praktisch: Kastanien waschen unser Gewissen rein!

Aus Kastanien lässt sich, lernt man als eifrige/r Follower*in der Nachhaltigkeitsinitiative des PLUS Green Campus, Waschmittel produzieren. Eh cool und nachhaltig, oder?

„Die Macht von Konsumenten kann die Welt verändern“, oder „jeder kleine Beitrag hilft, das Klima und damit unser Umwelt nachhaltig zu schützen“, so jedenfalls schreiben es unzählige Zeitungskolumnen, Buchautor*innen oder die fleischgewordenen Lebensratgeber*innen auf Social Media Plattformen wie Instagram. Doch was hilft „bewusster Konsum“?

Eine kritische Betrachtung von Carolina Forstner

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Wo soll die PLUS hin?

Seit dem Frühjahr 2020 werden die Reformpläne des Rektorats kontrovers diskutiert. Nachdem aufgrund der schwachen Kommunikationsleistung des Rektors monatelang unklar war, was sich überhaupt ändern soll, liegen mittlerweile die zwei zentralen Dokumente vor, die die Zukunft der Uni Salzburg definieren sollen. Wir haben den Entwicklungsplan 2022-2027 und das Konzept zur Strukturreform für euch durchgesehen.

Text: Christoph Würflinger

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Sekte mit beschränkter Haftung (S.m.b.H.) – Glaube als Business

Die Kirche war seit jeher daran interessiert auf möglichst alle Lebensbereiche der Gläubigen Einfluss zu nehmen. Dass die Erfolge dieses Projekts in den letzten Jahrzehnten rapide abgenommen haben, mag kritische und emanzipatorische Geister glücklich stimmen. Doch in Salzburg schicken sich fromme Menschen an, diesen Missstand zu beheben. Auf durchaus spannende Art und Weise. Von David Mehlhart

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Muss Lehnert weg?

Knalleffekt an der Universität Salzburg: Rektor Lehnert soll seines Amtes enthoben werden. Ein entsprechender Antrag wird dem Senat Mitte Dezember vorgelegt. Lehnert hatte mit seinem Kommunikationsstil uni-intern bereits das ganze Jahr über für großen Unmut gesorgt. Jetzt geht es aber gar nicht vorrangig um die geplanten Reformen; im Raum stehen vielmehr gravierende Verfehlungen, die ihm vorgeworfen werden. Ein Kommentar von Christoph Würflinger

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Viel geredet, nichts gesagt

Die Kommunikationsstrategie des neuen Rektors sorgt an der Uni Salzburg weiterhin für Kopfschütteln. Informationen über einen Total-Umbau der Uni-Struktur fließen nur spärlich aus dem Rektoratsbüro, ein schriftliches Konzept liegt bis heute nicht auf dem Tisch und wann der vom Rektor versprochene “breite Diskussionsprozess” stattfinden soll, weiß niemand.  Aber auch einige Universitätsangehörige bekleckern sich aktuell nicht gerade mit Ruhm. Ein Kommentar von Christoph Würflinger

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Alter Projektor

Schon gesehen? uni:press Filmschmankerl #8 – Dystopie

Geschichten, die in einer möglichen Zukunft spielen, thematisieren implizit immer auch Probleme ihres Entstehungszeitraums und spitzen diese oft zu. In den meisten Fällen behandeln derartige Visionen negative Auswirkungen auf die Menschheit. Doch auch utopische Darstellungen offenbaren im Laufe ihrer Handlung oft einen dystopischen Charakter. Es ist daher kein Wunder, dass derartige Narrative den Hauptbestandteil der Science-Fiction bilden, die als eines der am stärksten politischen kulturellen Genres gilt. Dabei ist der Spielraum dystopischer Erzählungen groß und kann neben wissenschaftlichen Ausprägungen auch politisch, sozial oder medial verarbeitet werden. Entsprechend dieser Prämisse haben wir versucht, unterschiedliche Aspekte dieses narrativen Musters in der Auswahl unserer Filmempfehlungen abzudecken – die gerade in diesen unsicheren Zeiten öfter näher an einer (überspitzten) Realität sind, als dass sie vollkommen abwegig wären.

Von Hannah Wahl und Bernhard Landkammer

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