Neue Referentin, neues Gespol

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Gespol, kurz für: das Referat für Gesellschaftspolitik und Menschenrechte. Aber was bedeutet das überhaupt? Wofür steht das Referat genau? Nachdem ich seit März das Amt der Referentin bekleiden darf, habe ich mich dasselbe gefragt. Nun möchte mit Euch meine Antworten teilen und im Zuge dessen dieses wichtige Referat neu vorstellen.

Von Teresa Maschek

Der Begriff Gesellschaftspolitik drückt für mich schon vieles aus. Das Referat befasst sich mit allem Politischen, egal ob gegenwärtig oder geschichtlich. Zumindest kann es das. Wir beschäftigen uns mit Erinnerungspolitik und -kultur, aber setzen uns auch mit der aktuellen politischen Agenda auseinander. Und Politik besteht in diesem Sinne aus Artikeln, sozialen Projekten bis hin zu Demonstrationen oder anderen Statements. Was wir jedoch neu großschreiben möchten, ist vor allem die Gesellschaft in Gesellschaftspolitik. Wir wünschen uns Diskurs und Austausch. Das Referat eignet sich als niederschwellige Chance, sich mit anderen Interessierten auszutauschen, egal ob langjährige:r Aktivist:in oder jene, die es erst werden wollen.

In der Vergangenheit gab es zahlreiche Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Workshops, Rundgänge oder Streiks. Auch dies darf und soll das „neue“ Gesellschaftspolitische Referat beinhalten. Unser Wunsch wäre es jedoch, dies vor allem in Zusammenarbeit mit jungen, motivierten Menschen zu gestalten. Wir möchten Eure Ideen und Vorstellungen realisieren.

Natürlich wäre nicht zu vergessen, dass wir außerdem das Referat für Menschenrechte sind. Denn nichts ist politischer, als sich für Rechte einzusetzen. Und auch dies stellen wir als Referat bereit. Die ÖH bietet der Hochschüler:innenschaft die Möglichkeit, gehört zu werden und sich für ihre, aber auch für die Rechte anderer, einzusetzen.

Wer ist die neue Referentin?

Mein Name ist Teresa Maschek. Seit 2019 studiere ich Politik, Philosophie und Ökonomie (PPÖ) und engagiere mich neben meiner Arbeit an der ÖH. In Salzburg seit meiner Kindheit lebend, liebe ich diese Stadt, sehe aber auch sehr vieles, das ich gerne ändern würde. Dieser Drang, etwas verändern zu wollen, Missstände aufzuzeigen und mich politisch einzubringen, hat mich dazu bewogen, nach meiner abgeschlossenen Ausbildung ein Studium aufzunehmen. Schnell musste ich feststellen, dass das mit dem Verändern und Politischsein gar keine leichte Aufgabe ist. Umso mehr motiviert es mich, auch andere von meinen Ideen zu begeistern und spannende Dinge gemeinsam zu organisieren und zu bewerkstelligen. Ich habe gelernt, dass vor allem der Glaube in die Menschen, genau das ist, das sie dazu antreibt, etwas Großartiges auf die Beine zu stellen. Und diesen Spirit würde ich gerne weitergeben. Interessierten Menschen zu zeigen, dass ihre Stimme doch wichtig ist. Und dass, auch wenn man in keiner Partei oder in einer konkreten politischen Szene ist, man politisch gebraucht wird. Einen gewissen Gerechtigkeitssinn würde ich mir ebenfalls zuschreiben, besonders wenn es um Ungleichheit, aber auch um Feminismus oder Rechte von Minderheiten geht.

Als neue Referentin möchte ich gern beibehalten, was in der Vergangenheit schon gut umgesetzt wurde und dennoch hoffe ich, dem Referat einen neuen Anstrich verleihen zu können. Wie ich das genau machen will? Vor allem mit Euch!

Warum man sich engagieren sollte:

Sich für ein Studium zu entscheiden, ist für mich der erste Schritt, aktiv zu werden. Denn ich finde, es zeichnet die Wissenschaft aus, sich mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen. Und in einer so verknüpften Welt, wie der unseren, kommt man selbst in einer Wissenschaft weit weg von Politik nicht darum herum, sich damit zu befassen. Ist es nicht die Aufgabe einer Hochschule, die schlausten Köpfe zusammenzubringen und Lösungen für die Probleme, die uns beschäftigen, zu finden? Und genau deshalb sehe ich es auch als Aufgabe von jedem:jeder Hochschüler:in sich zu engagieren, egal ob ein Studium in der Wissenschaft, Kunst oder Lehramt. Jede:r wird gebraucht! Selbst wenn es nur die Wahl unserer Studienvertretung ist. Es ist wichtig zu zeigen, dass sich die akademische Zukunft auch für die Politik, Gesellschaft und Rechte interessiert und Verantwortung für diese trägt. Dass sie sich gut vertreten und gehört fühlt und somit auch die ÖH-Vertreter:innen legitimiert. Aber dies gelingt nur mit aktiven Menschen. Denn jemand, der nicht schreit, kann auch nicht gehört werden. Deshalb ist es uns auch so ein großes Anliegen, wieder mehr Aktivität in die Hochschüler:innenschaft zu bringen und möchten mit dem Referat dafür eine leicht zugängliche Plattform bieten. Auch die Universität ist eine politische Institution und sie kann vieles dazu beitragen, die gesamte Gesellschaft zu verändern und ein Stück weit besser zu machen.

Wir müssen die ÖH als institutionalisierte Bewegungsorganisation der Studierendenbewegung betrachten und das Gespol als zentralen politischen Teil davon. Diese Bewegung kann und sollte in viele Bereiche der Gesellschaft einwirken: Wohnen, arbeiten, globale Ungerechtigkeit, Ökologie und so weiter. Dafür müssen aber viele Studierende mobilisiert werden.

Wie man und wer mitmachen kann:

Das zukünftige Referat sieht sich als niederschwellige Mitmachtorganisation. Dabei sind alle eingeladen, die den Wunsch verspüren, bei unterschiedlichsten Veranstaltungen dabei zu sein, mitzumachen oder zu organisieren. Uns ist ein interessanter diverser Diskurs wichtig, deshalb würde es uns auch freuen, Menschen aus allen Fachbereichen bei uns willkommen zu heißen. Man muss eben nicht nur Politik oder ähnliches studieren, um sich gesellschaftspolitisch einzubringen. Das Referat ist für alle offen, die Lust darauf haben regelmäßigen Austausch mit ebenso engagierten Leuten zu haben. Für jene, die spannende und innovative Ideen haben, aber vielleicht nicht wissen, wie man sie am besten umsetzen kann. Aber genauso freuen wir uns, um Helfer:innen, die Profis sind und genau wissen, wie und welche Message sie vermitteln wollen. Ebenso werden wir wieder mit verschiedensten Organisationen, sozialen Einrichtungen, Institutionen und NGOs sowie Expert:innen zusammenarbeiten. Wir hoffen, somit ein breites Angebot aufstellen zu können, denn unser Referat bietet ein gleichermaßen breites Spektrum an Themen. Dazu gehören für mich auch regelmäßige Treffen. Lockere Get-together aber auch qualitativ hochwertige und informative Plena. Ebenso wie gemeinsam zu Demos oder anderen Veranstaltungen zu gehen. 

Die Krisen unserer Zeit verlangen viele gute Impulse. Unser Wunsch ist es, diese als Referat zu wertvollem Aktionismus zu verwandeln.

Fühlst Du Dich angesprochen und hast Lust auf das Gespol bekommen? Dann schicke uns einfach eine E-Mail in der Du Dich und/oder Deine Ideen vorstellst an gesellschaft@oeh-salzburg.at. Wir freuen uns auf Dich!

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